ToleranzRäume in Grünheide: Eine Woche für Begegnung

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Was hält eine Gemeinschaft zusammen, wenn Menschen unterschiedlicher Meinung sind?

Mit dieser Frage beschäftigen wir uns bei Grünheide zeigt Haltung schon länger. In vielen Gesprächen ist uns aufgefallen, dass es manchmal schwerfällt, miteinander im Austausch zu bleiben, wenn man weiß, dass die andere Person bestimmte Themen anders sieht als man selbst.

Dabei begegnen wir uns in Grünheide jeden Tag. Im Verein, in der Schule, auf dem Spielplatz, beim Sport, beim Einkaufen oder auf der Straße. Wir sind Nachbarinnen und Nachbarn, Eltern, Kolleginnen und Kollegen. Nicht immer einer Meinung zu sein, gehört dazu. Entscheidend ist, dass wir trotzdem miteinander im Gespräch bleiben.

Aus diesem Gedanken heraus entstand die Idee für eine Begegnungswoche auf dem Marktplatz Grünheide. Und als bestätigt war, dass die bundesweite Wanderausstellung„ToleranzRäume“ zu uns kommen würde, war schnell klar: Das passt zusammen. Die Ausstellung greift genau die Fragen auf, die uns beschäftigen, und schafft einen Ort, an dem Austausch, Perspektivwechsel und Begegnung möglich werden.

Vom 23. bis 30. August laden wir deshalb gemeinsam mit vielen Partnern zur Begegnungswoche ein. Mittelpunkt ist die Ausstellung „ToleranzRäume“, die täglich von 7 bis 21 Uhr kostenlos besucht werden kann. Rund um die Ausstellung entsteht eine Woche voller Gelegenheiten, Menschen kennenzulernen, Neues auszuprobieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Viele Menschen machen mit

Besonders freuen wir uns darüber, wie viele Menschen und Organisationen sich beteiligen.

Mit dabei sind der Ortsbeirat Grünheide, die evangelische Kirche, die AWO, das Plaudercafé, die Frauensportgruppe des Grünheider SV, der Kreativzirkel Kagel, die Stephanus-Stiftung, die Sektion Tischtennis des Grünheider SV, Radio Ginseng, der Jugendclub Grünheide, das Keniamusikprojekt, der Heimatverein, die Handballjugend des Grünheider SV, der Löcknitzchor Grünheide, der Kirchenchor Grünheide und der Kageler Chor. Gemeinsam tragen sie dazu bei, dass die Begegnungswoche so vielfältig wird wie Grünheide selbst.

Begegnung hat viele Formen

Manche kommen vielleicht zur Eröffnung mit den drei Chören. Andere interessieren sich für die historische Wanderung durch Grünheide, probieren einen Graffiti-Workshop aus oder bauen gemeinsam digitale Begegnungsräume in Minecraft. Wieder andere besuchen einen Kinoabend, treffen sich beim Werwolf-Spielabend, hören Radio Ginseng oder entdecken die Ausstellung bei einer Führung.

Genau das gefällt uns an der Begegnungswoche: Begegnung muss nicht immer an einem Podium oder in einer Diskussion stattfinden. Oft entsteht sie ganz nebenbei, beim gemeinsamen Spielen, Zuhören, Lachen oder Ausprobieren.

Ein Angebot auch für Schulen und Gruppen

Die Begegnungswoche richtet sich ausdrücklich an Menschen aller Generationen.

Im Rahmen des Projekts nehmen die 5. Klassen der Grundschule Grünheide an halbtägigen Workshops teil und beschäftigen sich altersgerecht mit Fragen von Vielfalt, Zusammenhalt und demokratischem Miteinander.

Darüber hinaus freuen wir uns über weitere Gruppenbesuche. Schulklassen, Vereine, Jugendgruppen, Seniorengruppen oder andere interessierte Gruppen können sich gerne für Führungen anmelden. Besonders die Vormittage bieten sich dafür an.

Gemeinsam ausklingen lassen

Zum Abschluss der Woche laden wir am 30. August zu einer langen gemeinsamen Tafel auf dem Marktplatz ein. Bringt gerne etwas zum Teilen und möglichst eigenes Geschirr mit. So können wir gemeinsam genießen und gleichzeitig Müll vermeiden.

Hintergrund

Die Begegnungswoche wird von Grünheide zeigt Haltung und dem GrünheideNetzWerk e. V. organisiert und steht unter der Schirmherrschaft der Gemeinde Grünheide (Mark). Förderer der Begegnungswoche ist die Gemeinnützige Hertie-Stiftung. Die Wanderausstellung„ToleranzRäume“ wird vom ToleranzTunnel e. V. getragen, wissenschaftlich von der Universität Bielefeld begleitet und durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) gefördert.